-Schafgarbe-

Schafgarbe – Achillea millefolium – Korbblütler (Asteraceae)

Schafgarbe in Gesellschaft des Mohn

Die Schafgarbe war 2004 Heilpflanze des Jahres und das zu Recht, denn dieses Kraut mit seinen weißen oder zartrosa Blüten hat es in sich. Dies verrät auch schon der Name, “garbe” leitet sich von dem althochdeutschen “garwe” ab, was so viel wie Gesundmacher heißt.

Doch auch bei den Kelten war die Schafgarbe ein beliebtes Kraut. Die Druiden schätzten die magischen Eigenschaften des Krautes für Orakel zur Weissagung und auch zur Vorhersage des Wetters.

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Cumarine, Eiweiß, Flavonoide, Harze, Inulin, Kalium, Kupfer

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Blüten, Triebe

Standort/Vorkommen: Schafgarben sind so genannte Kosmopoliten, d.h. dass die Pflanzen in ihrem Lebensraum über weite Teile der Erde verbreitet sind. Sie finden sich häufig auf Wiesen, Weiden, Ackerrändern, Waldrändern oder auf Ruderal- bzw. Brachflächen. Schafgarbe stellt keine hohen Ansprüche an ihren Standort. Natürlicherweise wächst sie auch gern an Wegrändern und im Halbtrockenrasen. Ideal ist für alle Arten ein sonniger Standort in den Lebensbereichen Beet und Freifläche.

Sammelzeit: Juni bis September/Oktober (blühendes Kraut), Blätter ganzjährig

Schafgarben sind auch bei Insekten sehr beliebt

Verwendung in der Küche:

Während der Blütezeit von Juni bis September wird das ganze blühende Kraut (ohne Wurzeln und ohne die harten Stängel) am besten zur Mittagszeit geschnitten, zum Trocknen in Sträußen gebündelt und aufgehängt an einem luftigen, schattigen Ort. Anschließend aroma- und lichtgeschützt aufbewahren. Wer empfindliche Haut hat, sollte beim Pflücken der Schafgarbe Handschuhe tragen. In seltenen Fällen kann sie in Verbindung mit Sonnenlicht Hautreizungen (Wiesendermatitis) hervorrufen.

Die Schafgarbe hat einen sehr würzigen Geschmack und eignet sich daher vor allem als Zutat für Kräutersalze, Nudelteig, Kräuterbutter, Brotaufstriche oder Gewürzessig. Verwendet werden dafür die jungen, zarten Blätter.

Noch zarte frische Grundblätter (vor Stieltrieb – etwa März bis April), die weichen Blätter unterhalb des Blütenstandes (bis in den September), sowie die Blütenknospen (etwa Mai bis Juni) eigenen sich als würzige Zutat für Gemüsegerichte und Salate. Sowohl junge als auch ältere Blätter eigenen sich als Gewürz und für die Teebereitung.

Schafgarbe schmeckt auch hervorragend, wenn die Blüten klein geschnitten dem Mischgemüse beigemengt werden.

Mit den Blüten lässt sich Zucker aromatisieren, ein (Getränke)Sirup herstellen (Blüten mit Wasser und Zucker aufkochen), oder ein süßer Aufstrich gewinnen (Sirup durch weiteres Reduzieren eindicken). Die Blüten eigenen sich frisch und getrocknet zur Teebereitung bei Frauenleiden oder als Beigabe in Teemischungen gemeinsam mit anderen Wildkräutern.

Weiter eignen sich die Blüten zum Aromatisieren von diversen anderen Getränken, wie Fruchtschorlen und zum Herstellen von Kräuterlimonaden.

Schafgarben am Waldrand

Rezept:

Nudelsalat mit Schafgarbe

Damit der würzige Geschmack der Schafgarbenblätter zur Geltung kommt, verwendet man für den Nudelsalat nur wenige Zutaten:

  • 1 Handvoll Schafgarbenblätter
  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 200 g Vollkornnudeln
  • Olivenöl, hellen Essig, Salz und Pfeffer

Die Menge reicht für etwa zwei Portionen und ist schnell zubereitet:

  1. Nudeln nach Packungsanleitung kochen und kurz mit kaltem Wasser abbrausen, damit sie nicht kleben.
  2. Zwiebel und Tomaten in feine Würfel schneiden.
  3. Schafgarbe kleinschneiden und alles unter die noch warmen Nudeln mischen.
  4. Mit Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer würzen.
  5. Mindestens eine halbe Stunde abkühlen und durchziehen lassen.

Als Dekoration eignen sich gelbe Blüten vom Johanniskraut, Echtem Labkraut, Löwenzahn oder der Nachtkerze.

Viele weitere tolle Informationen zu unseren kostbaren Wildpflanzen findest Du hier:
www.lebe-liebesbeziehung.de

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