Es ist wieder Bärlauchzeit- Teil 2

Die Blätter des Bärlauchs sind Lanzetten förmig und wachsen auf einem dreikantigen, leicht rundlichen Stiel, dessen Länge zwischen fünf und 20 mm misst. Die Blätter selbst sind bis zu 25 cm lang und zwischen zwei und fünf Zentimeter breit. Auffällig bei Bärlauch Blättern ist die matte dunkelgrüne Blattoberseite bei einer gleichzeitig helleren Blattunterseite. Ein weiteres markantes Zeichen sind die länglichen Blattnerven, die in Richtung Blattspitze verlaufen.

Bärlauch im Wald

Der Name Bärlauch kommt angeblich von der beobachteten Angewohnheit der Bären, sich nach dem Winterschlaf den Bauch mit diesem Kraut vollzuschlagen. Man glaubte, der Bär verleihe seine Kräfte bestimmten Pflanzen und wenn diese Pflanzen durch den Menschen verzehrt werden, gehen die Kräfte auf ihn über. Im Zauberglauben sollte er – wie Knoblauch – Vampire vertreiben, aber auch Hexen und Schlangen abwehren und auch als Aphrodisiakum war Bärlauch ein geschätztes Kräutlein. Eine Hexenzwiebelsuppe an Walpurgis hielt böse Geister fern.

Tatsächlich besitzt der Bärlauch wertvolle Bestandteile wie Vitamin C, verschiedene ätherische Öle und Allicin. Letzteres hat antibiotische Wirkung und auch sonst werden der Pflanze viele positive Wirkungen nachgesagt: sie fördert die Verdauung, senkt den Blutdruck, wirkt entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und wirkt sich positiv auf die Gallenfunktion aus. Bärlauch wird deshalb oft bei Entgiftungskuren eingesetzt.

Bärlauch ist eine Frühlingspflanze: Die beste Erntezeit ist von März bis April, vor der Blüte. Der Bärlauch ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Zwiebel, Schnittlauch und Knoblauch. Bärlauch wird auch in manchen Gegenden Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel oder Zigeunerlauch genannt. Er wird meist für Frühjahrssalate und milde Knoblauchwürze gesammelt und am besten frisch verwendet.

Hier ein paar tolle Rezepte, um Bärlauch für eine Zeitlang haltbar zu machen und so verwende ich ihn.

Bärlauchöl

Bärlauchöl

Die Herstellung des Bärlauchöls ist sehr einfach und du benötigst nur zwei Zutaten. Falls du keinen Bärlauch zu Hand hast, kannst du auch Wunderlauch oder sogar die Knoblauchsrauke verwenden. Das nach Knoblauch schmeckende Öl eignet sich gut als Salatdressing oder zu Fleisch und Fisch.

100 g frische Bärlauchblätter
500 g Olivenöl
1 Schraubglas
optional einen Ölspender

frische Bärlauchblätter

Bärlauchblätter waschen und trocken tupfen. Die Blätter grob schneiden und in ein verschließbares, gereinigtes Glas füllen. Mit dem Olivenöl aufgießen und solange schwenken, bis die Blätter vollständig im Öl schwimmen.

Etwa zwei bis drei Wochen an einem dunklen kühlen Ort ziehen lassen.

Danach durch ein Sieb filtern und das Öl zum Beispiel in einen Ölspender füllen.

Die Bärlauchblätter sollten beim Befüllen unbedingt trocken sein, da überschüssiges Wasser die Haltbarkeit negativ beeinträchtigen könnte. Die Blätter sollten im Glas komplett mit Öl bedeckt sein und dürfen nicht auf der Oberfläche schwimmen. Bei sorgfältiger Arbeitsweise ist das Bärlauchöl etwa ein Jahr haltbar.

Eingelegter Schafskäse in Bärlauchöl

Eingelegter Schafskäse in Bärlauch und Öl

Eine sehr einfache und leckere Variante Bärlauch haltbar zu machen. Dafür wird gar nicht viel benötigt und diese Variante passt hervorragend zu gedünstetem Gemüse, in Aufläufen oder ganz einfach zu aufgeschnittenem Gemüse und einem Wildkräutersalat.

Zutaten:

Schafskäse
Ölivenöl
Bärlauch

Wer möchte kann zusätzlich noch andere Wildkräuter wie Gundermann, Brennnessel, Taubnessel usw. hinzugeben. Da Bärlauch einen sehr intensiven und eigenen Geschmack hat, verwende ich ihn pur.

Bärlauch und Schafskäse

Zubereitung:

Den Schafskäse in Würfel schneiden und auch den Bärlauch grob zerkleinern. Beides in ein Schraubglas schichten und mit Olivenöl auffüllen. Das Öl sorgt dafür, dass die wertvollen Inhaltsstoffe des Bärlauch abgegeben werden können und auf den Schafskäse übergehen. Das Ganze ist kühl und dunkel gelagert einige Wochen haltbar.

Weitere wertvolle Informationen zu den verschiedensten Wildpflanzen, ihren Inhaltsstoffen und früheren Verwendungen, mit tollen Rezepten findest Du unter:

www.kostbarenatur.net
www.lebe-liebesbeziehung.de

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